TG Prinzregentenplatz

Zusammenfassung

Durch intensive Voruntersuchungen des Sachkundigen Planers wurden die statischen Reserven der korrodierten Bewehrung festgestellt, so dass das Instandsetzungsprinzip „K“ – Kathodischer Korrosionsschutz – gewählt wurde.

Das Projekt

Die Tiefgarage aus dem Baujahr 1963 erstreckt sich über zwei Untergeschosse mit je 2 Halbgeschossen eines Verwaltungs- und Bürokomplexes im Stadtteil Bogenhausen.

Bei kathodischem Korrosionsschutz kann der chloridverseuchte Beton weitgehend im Bauwerk verbleiben. Die Bauzeit wird bei diesem Instandsetzungsprinzip gegenüber einer konventionellen Betonsanierung erheblich reduziert, so dass die Sperrzeiten für die Nutzer der Garage sehr gering sind. Als Anodensystem wurde, wegen der hohen Stromkapazität in Kombination mit einer hohen Lebensdauer und hohem Widerstand gegen Chloride, ein Titansystem in Form von Band- und Diskretanoden (Bohranoden) verwendet.

Titanbandanoden wurden an den Wand- und Stützensockeln im 1. und 2. UG verlegt. Zum Schutz des Übergangbereiches Boden/Wand wurden an diesen Bauteilen diskrete Bohranoden eingesetzt, ebenso für einen Unterzug im 2. UG. Die Bodenflächen im 1. UG wurden ebenfalls flächig mittels Titanbandanoden geschützt. Um den Bürobetrieb des Mieters so gering wie möglich zu beeinträchtigen wurden die Arbeiten komplett in die Nachtstunden verlegt.

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